"Uhrenlexikon.com" ©
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Pendelaufhängung. Dem Pendel muss es möglich sein, um seine Drehachse zu schwingen.
Die bewegliche Aufhängung, die diese Schwingung ermöglicht, muss sich wegen des oft hohen Pendelgewichtes und um eine genaue Führung des Pendels zu ermöglichen möglichst
reibungsarm verhalten. Folgende Systeme werden im Allgemeinen
verwendet:
Federaufhängung: Das am meisten verwendete System ist die Aufhängung an einer
Pendelfeder. Diese Pendelfeder besteht meistens aus zwei parallel liegenden
Blattfedern (Dicke typischerweise 1/10 mm). Diese Aufhängung kann mit Erfolg bei
allen Uhrenarten eingesetzt werden.
Drahtösenaufhängung: Bei diesem System befinden sich am Ende der Pendelstange zwei Ösen. In der Uhr wird ein rechtwinklig gebogener Draht eingesetzt. Die beiden Ösen werden über den Draht geführt, wobei ihr Durchmesser wesentlich grösser ist als der Drahtdurchmesser. Dadurch wird erreicht, das die Welle im Lager nicht gleitet, sondern rollt. Dieses System wird oft bei Schwarzwalduhren angewandt.
Fadenaufhängung: Besonders bei älteren französischen Stutzuhren und älteren
Comtoise-Uhren, vor ca. 1850, findet man die Fadenaufhängung. Bei diesem System ist das Pendel an einer Fadenschlinge aufgehängt. Nachteil dieses Systems ist die Abnutzung des Fadens, der gelegentlich ausgetauscht werden muss, und die Tatsache, dass sich die Länge des Fadens in Abhängigkeit von der
Luftfeuchtigkeit stark ändert, was die Schwingungsfrequenz des Pendels beeinflusst.
Schneidenaufhängung: Bei Präzisionsuhren wird oft die Messerschneidenaufhängung verwendet. Dabei befindet sich am Pendel eine Art Schneide, meistens aus Achat oder Stahl, die auf einer flachen oder leicht vertieften Pfanne abrollt. Diese Lagerung erlaubt sehr geringe Reibung und hohe Pendelgewichte, ferner eine einfache Einstellbarkeit des Pendeldrehpunktes (bei der Federaufhängung ist der genaue Drehpunkt des Pendels nicht festgelegt). Allerdings ist die Schneidenaufhängung auch sehr aufwendig, sehr empfindlich gegen Bewegung der Uhr und einer gewissen Abnutzung unterworfen.
Zapfenlagerung: Eine weitere Möglichkeit ist es, das Pendel wie eine gewöhnliche Achse auf Zapfen zu lagern. Dieses System ist aber mit starker Reibung und Abnutzung verbunden, und wird
allerhöchstens bei ganz einfachen Uhren mit leichten Pendeln und grosser Pendelamplitude verwendet.
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