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Becker Gustav (1819-1885), Freiburg / Schlesien. Um sein Wissen als Uhrmacher zu erweitern, ging er als Geselle nach Frankfurt/M, La Chaux-de-Fonds, Dresden, München, Berlin und Wien. 1847 gründete Gustav Becker in Freiburg / Schlesien ein Uhrengeschäft, das ihn aber nicht zufriedenstellte. Gutschein der Stadt Freiburg in Schlesien, Ausgabe 1921 Am 02.05.1850 began er nebenher Regulateure herzustellen. 1852 zeigte er die Uhren bereits auf der Industrieausstellung in Breslau. Nachdem er 1854 von der Postverwaltung den Auftrag erhalten hatte, zahlreiche Regulateure als Bürouhren zu liefern, stieg die Produktion rasch an. 1892 wurde die millionste Uhr hergestellt. Nach Gustav Beckers Tod am 14.09.1885 übernahm Sohn Paul Albert Becker (1850-1923) die Führung des Unternehmens. 1890 gründete er bereits ein Zweigwerg in Braunau / Böhmen. Ähnlich wie in Glashütte hatten auch in freiburg und Umgebung Mitarbeiter aus den Beckerschen Betrieben eigene Firmen gegründet, um ebenfalls Uhren herzustellen. Im laufe der Jahre entstand ein heftiger Konkurrenzkampf, der die Existenz aller bedrohte. So kam es 1898 zu Verhandlungen, die am 01.10.1899 zum Abschluß kamen. Die Betriebe gründeten eine Aktiengesellschaft unter dem Namen: Vereinigte Uhrenfabriken Aktiengesellschaft, vormals Gustav Becker (VFU-AG) mit 2,7 Mio RM Kapital. Als es 1925/26 zu schweren wirtschaftlichen Rückschlägen kam, wurde am 01.07.1926 eine Intressengemeinschaft zwischen der Firma » Junghans, der Hamburg-Amerikanischen Uhrenfabrik und den Vereinigten Freiburger Uhrenfabrik gegründet. Diese drei Firmen signierten allerdings ihre Uhren nach wie vor mit ihrem eigenen Markenzeichen. Am 01.07.1930 kam es dann zur Fusionierung unter dem neuen Namen Uhrenfabriken Gebrüder Junghans AG. Aber auch diese verzweifelte Maßnahme bedeutete keine Rettung. In dem Krisenjahr 1932 blieb Junghans nichts anderes übrig, als die Freiburger Betriebe ganz stillzulegen.